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Werkstoffmodellierung Bruch bei hohen Temperaturen 
Bruch bei hohen Temperaturen erfolgt
höufig über die Bildung und das Zusammenwachsen
von Poren auf Korngrenzen. Aus der Analyse dieser Vorgänge
entwickelten Rodin und Parks ein konstitutives Modell
für das Kriechen im sekundären und tertiären
Bereich. Auch dieses Modell wurde am IWM verbessert
und in ABAQUS implementiert.
Konstruktionskeramik 
Keramik verhält sich unter Belastungen überwiegend
elastisch, bis sich bei einer bestimmten Last einer
der stets vorhandenen Defekte ausbreitet und zum Sprödbruch
führt. Unter länger andauernder Last wachsen
Defekte langsam, bis sie eine kritische Größe
erreicht haben. Wegen der statistischen Verteilung der
Defekte unterliegen auch Festigkeit und Lebensdauer
keramischer Werkstoffe statistischen Schwankungen. Post-Prozessoren
zu Finite-Element-Programmen, die diesen statistischen
Aspekt mit Hilfe der Weibull-Statistik und das langsame
Rißwachstum berücksichtigen, existieren an
mehreren Stellen und auch am IWM. Damit lassen sich
mittlere Lebensdauer und Ausfallwahrscheinlichkeit keramischer
Bauteile unter gegebenen Beanspruchungen bei Raumtemperatur
berechnen.
Stoffgesetze für das Kriechen von Keramik bei
hohen Temperaturen wurden bisher nur in Ansätzen
entwickelt, da bisher kaum hochbeanspruchte keramische
Bauteile für den Hochtemperatureinsatz auszulegen
waren. Andererseits kann das Fehlen verläßlicher
Modelle in Zukunft einen solchen Einsatz verhindern.
Deshalb wurden am IWM Modelle entwickelt, die das Kriechen
durch Diffusion u nd durch Prozesse in einer flüssigen
Korngrenzphase beschreiben. Die Korngrenzphase selbst
kann viskos strömen. Sie kann aber auch das Kornmaterial
lösen, transportieren und an anderer Stelle wieder
abscheiden.
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