Zugversuche (monoton)
Zugversuche sind Bestandteil der konventionellen Werkstoffprüfung.
Als Standard-Prüfverfahren liefern sie wichtige Aussagen über
die Festigkeit des Werkstoffs, nämlich die Streckgrenze RP0,2 und die
Bruchfestigkeit Rm.
Die Auswertung der Versuche in Form von Spannungs-Dehnungskurven
liefert einen notwendigen Input für fortschrittliche
FEM-Simulationen im überelastischen Bereich.
Mit der Verbreitung der mikromechanischen Materialmodelle
zur
Beschreibung des duktilen
Versagens von metallischen Werkstoffen
wurde zunehmend die Möglichkeit genutzt, durch verbesserte
Messtechniken
aus Zugversuchen auch Informationen uber das Schädigungs-
und Bruch-
verhalten der Werkstoffe zu erhalten. Das Bild zeigt einen
Versuchsaufbau
mit Kamera zur Messung der Probeneinschnürung einer Rundzugprobe.
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| Die Anforderungen, immer dünnwandigere
Bauteile zu charakterisieren, aber auch der Wunsch, starke Gradienten
im Werkstoffverhalten aufzulösen, wie sie beispielsweise
an Schweißverbindungen auftreten können, haben zur
Entwicklung immer kleinerer Proben geführt. Heute können
im IWM Rundzugproben mit Durchmessern bis herunter zu 1 mm gefertigt
und in einem Temperaturbereich von -180°C bis 600°C
geprüft werden.
Neben den Rundzugproben werden vor allem in der Fahrzeugtechnik
Flachproben eingesetzt. Da hier die Messung der Probeneinschnurung
meist nicht möglich ist, sind zur schädigungsmechanischen
Auswertung von Versuchen mit glatten oder gekerbten Flachzugproben
numerische Simulationen erforderlich.
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