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| KENNWERTE ERMITTELN
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Zug-, Druckversuche
Zur Ermittlung des Verformungsverhaltens unter Druckbeanspruchung
sind Druckversuche an zylindrische Probenkörper geeignet,
bei denen die Probenhöhe ungefähr gleich dem Probendurchmesser
sein muss, wenn man das Ausknicken der Proben vermeiden will.
Solche Versuche sind in vielen Fällen aber nicht durchführbar,
wenn der zu untersuchende Werkstoff beispielsweise als Blech
vorliegt. Von besonderer Bedeutung ist die Feststellung des
plastischen Verformungsverhaltens im Druckbereich nach einer
vorausgegangener plastischen Verformung im Zugbereich (Bauschinger-Effekt,
zyklische Spannungs-Dehnungs-Kurven ZSD).
Zur Messung solcher ZSD-Kurven auch an Blechen wurde im IWM
ein Versuchsaufbau in einer sehr steifen servo-hydraulischen
Prufmaschine realisiert. Das Bild zeigt einen Ausschnitt der
Prüfmaschine mit Probenhalterung und Messtechnik, sowie
die optimierte Probenform.
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| Damit kann für Dehnungsamplituden
von etwa 5% bis 10% ein Ausknicken
der Proben vermieden werden und es lassen sich mit guter Reproduzierbarkeit ZSD-Kurven für Bleche von etwa 1 mm Dicke messen.
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Die Animation
zeigt einen solchen Versuch. Im Insert ist parallel dazu
die Entwicklung der zugehörigen
ZSD-Kurve dargestellt.
Mit einer solchen Anlage werden auch
isotherme und anisotherme Wechsellastversuche durchgeführt. Die aus den
Versuchen abgeleiteten Schädigungsparameter werden benutzt, um
beispielsweise die Lebensdauer von Automobil-Abgasanlagen
zu
berechnen.
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