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Die Boostergehäuse der europäischen Trägerrakete
ARIANE 5 bestehen aus einem vorderen Dom, sieben Zylindern und
einem hinteren Dom. In der derzeitigen Ausführung der Boostergehäuse
werden die Zylinder durch jeweils 180 Scherbolzen verbunden.
Zur Reduzierung des Gewichts und zur Senkung der Herstellungskosten
der Gehäuse sollen diese sogenannten Clevis/Tang-Verbindungen
durch Schweißverbindungen ersetzt werden. Im Auftrag der
Firma MAN Technologie AG, Augsburg, wurden im Fraunhofer IWM
experimentelle und theoretisch-numerische Untersuchungen zum
Nachweis der Sicherheit von elektronenstrahlgeschweißten
Verbindungen im Boostergehäuse durchgeführt. Dazu
gehören die Ermittlung der Werkstoffkennwerte für
die verschiedenen Bereiche der Schweißverbindung, die
Überprüfung der Übertragbarkeit der verwendeten
Versagenskonzepte durch Versuche und Simulationen und die Verifizierung
der Tragfähigkeit des Boostergehäuses durch Berstversuche
an extra dafür geschweißten Behältern in verkleinerter
und originaler Dimension.
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